Wenn ich gehe, ist jeder Schritt eine Überwindung. Immer noch. Ich fühle mich unsicher, weil ich keinen festen Stand habe. Stabil und sicher stehen kann ich weder mit den Krücken noch ohne. Wenn ich die Krücken anhebe, muss ich nach wie vor balancieren, um das Gleichgewicht halten zu können. Nach wenigen Sekunden kippe ich nach hinten. Wenn ich mein Gleichgewicht dann nicht rechtzeitig ausbalanciere, falle ich um. Darum mache ich die Übungen im freien Stehen nur neben meinem Bett. Wenn ich umkippe, lande ich wenigstens auf der Matratze.
von Markus G. Pärm - In meinem Blog erzähle ich von meinen Erfahrungen mit dem Guillain-Barré-Syndrom. Von Kopf bis Fuß total gelähmt. Langsame Besserung. Und jetzt fast völlig geheilt. Eine sechsjährige Reise voller Verlust, Angst, Hoffnung und einer vollkommen neuen Sicht auf das Leben.
Samstag, 13. Oktober 2018
Samstag, 11. August 2018
Von Gnus und Elefanten
Oft wünsche ich mir, ich könnte mit meinen Fortschritten Schritt halten. Ich stoße auf wenig Verständnis, wenn ich sage, dass ich manchmal glaube, den Anforderungen des Gehtrainings nicht gewachsen zu sein. Ich habe immer noch Angst davor hinzufallen, allerdings nicht mehr annähernd so extrem wie noch vor zwei Jahren.
Montag, 6. August 2018
Mein Blog - Mein Video
Mein Blog - Mein Video
Ein kurzes Werbevideo, das ich für meinen Blog gemacht habe. Das Teilen dieses Clips ist ausdrücklich erwünscht, solange es nicht verändert wird.
Samstag, 4. August 2018
Schmerzfrei JETZT!
In einem Punkt habe ich im Laufe meiner Krankengeschichte gelernt, am medizinischen System zu zweifeln. Am liebsten möchte ich schreiben, verzweifeln, aber die positiven Erfahrungen und Hilfeleistungen waren in der Überzahl.
Samstag, 19. Mai 2018
Im Kunstmuseum
Ich war im Museum. Lentos in Linz. Klimt, Schiele, aber auch viele andere bedeutende und nicht so bedeutende Künstler. Manche verdienen die Bezeichnung Künstler nicht einmal. Andere habe ich neu entdeckt. Zugegeben, ich mochte Schiele nie besonders, aber das hat sich geändert, als ich im Museum die Originale seiner Bilder gesehen habe. Sie strahlen auf sehr kraftvolle Art pure menschliche Verzweiflung aus. Und in den Frauenportraits von Gustav Klimt begegne ich vollkommener und anmutiger Schönheit.
Samstag, 7. April 2018
Kurz vor Frühling
Kurz vor Frühling. Eigentlich ja schon seit zwei Wochen, aber noch blüht nichts. Zu kalt, sagt meine Tante. Stimmt wohl. Wenn es wärmer wird: Grüne Wiesen und Bäume , bunte Sträucher, Blumen und klarer Himmel. Sonne. Wärme. Farben. Die Winterseele aufwärmen. Vom ewigen Leben träumen
Samstag, 30. Dezember 2017
Schritt um Schritt
Es hat sich viel getan in letzter Zeit.
Ich kann mit Krücken zwanzig Meter weit gehen, sogar um Ecken und Kurven herum, habe in fünf Monaten zwanzig Kilo abgenommen, kann fast normal greifen, zeichnen, schreiben, tippen und essen. Mein Blutzucker hat sich wesentlich gebessert, ich brauche keine Medikamente dafür. Meine gesundheitlichen Fortschritte sind so erfreulich, dass ich mich wieder auf Kleinigkeiten und Wehwehchen konzentrieren kann, die offenbar eine Art Lückenbüßerfunktion übernehmen, weil die echten Probleme immer weniger werden.
Seit meinem Erwachen auf der Intensivstation vor viereinhalb Jahren hat sich mein Leben nicht nur total geändert, sondern es sind die wesentlichen Konstanten trotzdem gleicph geblieben. Vieles von dem, was ich verloren glaubte, habe ich mit unendlich viel Hilfe der Menschen rund um mich herum zurückgewonnen.
Abonnieren
Posts (Atom)



